{"id":1519,"date":"2023-05-02T10:05:00","date_gmt":"2023-05-02T08:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.artfood.at\/?p=1519"},"modified":"2023-10-03T10:51:28","modified_gmt":"2023-10-03T08:51:28","slug":"ueber-das-essen-philosophische-erkundungen-ii-gutes-leben-einkaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artfood.at\/index.php\/2023\/05\/02\/ueber-das-essen-philosophische-erkundungen-ii-gutes-leben-einkaufen\/","title":{"rendered":"\u00dcber das Essen. Philosophische Erkundungen II. Gutes Leben einkaufen"},"content":{"rendered":"<p>Was ich hier bei <span style=\"color: #eb684b;\">ArtFood<\/span> immer betone: welche vielf\u00e4ltige Bedeutung Lebensmittel, essen und Mahlzeiten abseits der aktuellen Diskussion um Gesundheit, Lifestyle und Selbstoptimierung haben.<\/p>\n<p>Dabei ist mir die Gastrosophie als Philosophie von Lebensmittelproduktion und Esskultur ein denkerischer Leitfaden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-1520\" src=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/athens-art-school-gc50cbdd5e_1280-300x191.jpg\" alt=\"\" width=\"383\" height=\"244\" srcset=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/athens-art-school-gc50cbdd5e_1280-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/athens-art-school-gc50cbdd5e_1280-1024x651.jpg 1024w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/athens-art-school-gc50cbdd5e_1280-768x488.jpg 768w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/athens-art-school-gc50cbdd5e_1280.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 383px) 100vw, 383px\" \/><\/p>\n<p>Dieses Posting ist Teil einer losen Reihe im <a href=\"https:\/\/www.artfood.at\/index.php\/category\/artfood_bookstudio\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ArtFood_BookStudio<\/a>, in deren Rahmen ich unter anderem folgendes Buch vorstelle: <em>Harald Lemke: \u00dcber das Essen. Philosophische Erkundungen<\/em>. Heute also Kapitel 2, Teil 1.<\/p>\n<p><strong>Kapitel 2 Einkaufen. Ist Moral k\u00e4uflich? Gutes Leben einkaufen mit Sokrates.<br \/>\n<\/strong>\u201eAlle tun es. Mehrmals t\u00e4glich sogar. Nur wie und wo?\u201c Dieses Kapitel geht der Frage nach, wie der t\u00e4gliche Einkauf von Lebensmitteln f\u00fcr \u201eeine m\u00f6glichst gute Lebenspraxis von erheblicher Bedeutung ist\u201c. Im Mittelpunkt steht die philosophische bzw. gastrosophische Dimension des t\u00e4glichen Gangs zum Supermarkt, Bauernmarkt, Fleischer, Gem\u00fcseh\u00e4ndler etc.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-1527\" src=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Gemuese_Markt-Large-e1682957030539-300x179.jpeg\" alt=\"\" width=\"392\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Gemuese_Markt-Large-e1682957030539-300x179.jpeg 300w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Gemuese_Markt-Large-e1682957030539-1024x611.jpeg 1024w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Gemuese_Markt-Large-e1682957030539-768x458.jpeg 768w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Gemuese_Markt-Large-e1682957030539.jpeg 1280w\" sizes=\"(max-width: 392px) 100vw, 392px\" \/><\/p>\n<p>Sokrates und ein paar seiner Zeitgenossen waren so ziemlich die Ersten, die sich in der westlichen Philosophie ausf\u00fchrlich \u00fcber Qualit\u00e4t sowie Herkunft der t\u00e4glichen Lebensmittel Gedanken machten. Wo genau wurde ein Tier gez\u00fcchtet? In welcher Bucht gedeiht welche Fischart am besten? Woher kommt ein bestimmtes Gem\u00fcse? Stammen die Austern am Markt vielleicht aus k\u00fcnstlicher Z\u00fcchtung?<\/p>\n<p>Dar\u00fcber sollte man sich auch Gedanken machen und &#8222;bei der Auswahl von Lebensmitteln [den] Verstand verwenden und vern\u00fcnftige Entscheidungen treffen.\u201c Beim t\u00e4glichen Einkauf sollte es also nicht nur darum gehen, was man gerne isst. Sondern auch um die ethische Frage, was ein gutes Leben ausmacht und was das ganz praktisch im Alltag bedeutet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-1525\" src=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/socrates-g7aee5ae4c_1920-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"389\" height=\"259\" srcset=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/socrates-g7aee5ae4c_1920-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/socrates-g7aee5ae4c_1920-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/socrates-g7aee5ae4c_1920-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/socrates-g7aee5ae4c_1920-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/socrates-g7aee5ae4c_1920.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 389px) 100vw, 389px\" \/><\/p>\n<p>Aber nach Sokrates ist in der westlichen Philosophie dann f\u00fcr viele Jahrhunderte vorerst Schluss mit dem Nachdenken \u00fcber das Einkaufen und Essen und welche Folgen das t\u00e4gliche Konsumverhalten hat.<\/p>\n<p>F\u00fcr Harald Lemke ist die Diskussion dieser Fragen dringender denn je: woher kommt ein Lebensmittel? Wie wurde es produziert? Welche \u00f6kologischen oder auch sozialen Bedingungen stehen dahinter? Welche Transportwege legte es zur\u00fcck?<\/p>\n<p>Dabei geht es nicht um theoretische \u00dcberlegungen, im Gegenteil. Denn der \u201eZweck des Lebensmittelkaufs ist es, gut zu handeln, also m\u00f6glichst Gutes zu tun und das Richtige zu kaufen; nicht weniger, aber auch nicht mehr!\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-1521\" src=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/carrot-ge13eaa746_1920-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"369\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/carrot-ge13eaa746_1920-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/carrot-ge13eaa746_1920-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/carrot-ge13eaa746_1920-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/carrot-ge13eaa746_1920-1536x1023.jpg 1536w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/carrot-ge13eaa746_1920.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 369px) 100vw, 369px\" \/><\/p>\n<p><strong>In Teufels K\u00fcche?<br \/>\n<\/strong>Auf den M\u00e4rkten, insbesondere in den gro\u00dfen Superm\u00e4rkten, finden wir eine nie dagewesene F\u00fclle und Vielfalt an Produkten. Die Verf\u00fcgbarkeit einer \u00fcppigen Auswahl an Lebensmittel zu erschwinglichen Preisen ist eine \u201et\u00e4gliche Erfahrung eines kleinen Gl\u00fccks und ein St\u00fcck Guten Lebens.\u201c<\/p>\n<p>Lemke sieht diese Vielfalt als Symbol f\u00fcr die \u201egesamtgesellschaftliche Verbreitung eines relativen Wohlstands und eines damit einhergehenden Genusslebens.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-1524\" src=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/platter-g7e395bc9e_1280-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"362\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/platter-g7e395bc9e_1280-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/platter-g7e395bc9e_1280-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/platter-g7e395bc9e_1280-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/platter-g7e395bc9e_1280.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 362px) 100vw, 362px\" \/><\/p>\n<p>Warum also sollte das schlecht sein? Menschen hatten schon immer Vergn\u00fcgen daran, es sich gut gehen zu lassen. Und jahrhundertelang waren Schlemmereien und volle Tische einer wohlhabenden Minderheit vorbehalten. Warum \u201esollen auf einmal die gleichen Handlungen, die wir schon seit ewigen Zeiten verrichten, moralisch verwerflich sein und uns in Teufels K\u00fcche bringen?\u201c<\/p>\n<p>Genau diesen paradoxen Sachverhalt gilt es mithilfe der Gastrosophie zu verstehen und zu \u00fcberwinden.\u201c<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet das?<br \/>\n<\/strong>Immer mehr Menschen, immer mehr ben\u00f6tigte Ressourcen, immer technischere Produktion, immer weitere Transportwege, gr\u00f6\u00dfere Mengen an Essen und gleichzeitig mehr Lebensmittelabfall denn je \u2013 aus diesen und anderen Gr\u00fcnden entwickelte sich nach Lemke \u201eunser Konsumverhalten und unser t\u00e4gliches Essen zu einer Katastrophe gr\u00f6\u00dften Ausma\u00dfes.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-1522\" src=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/greenhouse-g932748d5a_1280-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"329\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/greenhouse-g932748d5a_1280-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/greenhouse-g932748d5a_1280-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/greenhouse-g932748d5a_1280-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/greenhouse-g932748d5a_1280-754x566.jpg 754w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/greenhouse-g932748d5a_1280-377x283.jpg 377w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/greenhouse-g932748d5a_1280.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 329px) 100vw, 329px\" \/><\/p>\n<p>Und er sieht die Ursache daf\u00fcr insbesondere in \u201eunintelligenten Produktionsweisen\u201c. Dahinter stehen im Allgemeinen industrielle Interessen, bestimmte Politiken oder auch Lobbygruppen. \u201eDie vielseitigen politischen Beziehungen zwischen Lebensmittel und Wohlleben, Geld und Moral, Richtig und Falsch, die durchs Einkaufen entstehen, geh\u00f6ren zu den veritablen Angelegenheiten einer philosophischen Ethik oder Gastrosophie.\u201c<\/p>\n<p><strong>Kaufen oder nicht kaufen \u2013 das ist hier die Frage<br \/>\n<\/strong>Welches Lebensmittel soll man nun ausw\u00e4hlen? Sind diese Erdbeeren pestizidbelastet? Wie viele Transportkilomeer h\u00e4ngen an diesen Mandeln? Wurden die Artischockenbauern gerecht entlohnt? Welches Vanillejoghurt hat weniger Zucker? Ist Thunfisch nicht vom Aussterben bedroht? Wieso gibt es nur f\u00fcnf Sorten \u00c4pfel im Supermarkt?<\/p>\n<p>Ja, es ist scheinbar kompliziert. Daher funktionieren auch Kaufempfehlungen der Hersteller bzw. Werbebotschaften so gut. Verkauft wird Bequemlichkeit, Gesundheit, Freizeit, Spa\u00df, Leichtigkeit. \u201eAm Ende scheint es das Leichteste, irgendwas zu w\u00e4hlen, weil es am bequemsten ist.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-1523\" src=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/market-hall-g6b793e34d_1280-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"361\" height=\"255\" srcset=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/market-hall-g6b793e34d_1280-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/market-hall-g6b793e34d_1280-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/market-hall-g6b793e34d_1280-768x543.jpg 768w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/market-hall-g6b793e34d_1280.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 361px) 100vw, 361px\" \/><\/p>\n<p>Aber mit der M\u00f6glichkeit, aus der Vielfalt zu w\u00e4hlen, geht gleichzeitig die M\u00f6glichkeit einher, ein bestimmtes Lebensmittel NICHT zu kaufen. Sei es wegen seiner Produktionsweise, der \u00fcberfl\u00fcssigen Plastikverpackungen, der Transportkilometer oder wegen seiner langen Liste an Zusatzstoffen \u2013 und vieles mehr.<\/p>\n<p><strong>M\u00f6ge die Macht mit dir sein!<br \/>\n<\/strong>Interesse an den Hintergr\u00fcnden bzw. am Enstehungsprozess einzelner Produkte f\u00fchrt zu Wissen \u2013 und Wissen ist Macht. N\u00e4mlich die \u201eMacht unserer Kaufentscheidungen\u201c. Lemke meint, dass \u201eeinkaufen zu gehen, gesellschaftlich sogar wirksamer sein kann, als zu politischen Wahlen zu gehen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr ihn ist die bewusste Auswahl oder eben Ablehnung eines Lebensmittels eine Art von \u201eHerrschaftsaus\u00fcbung\u201c mittels derer das \u201eKonsumentenvolk\u201c \u00fcber Erfolg oder Misserfolg von Produkten entscheidet. Das hei\u00dft, mit einer allt\u00e4glichen Handlung wie dem Einkaufen im Bauern- oder Supermarkt, beim Fleischer oder in der B\u00e4ckerei beeinflussen wir die Strukturen, M\u00f6glichkeiten und Grenzen des globalen Wirtschaftslebens.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-1526\" src=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Supermarkt_shopping-g0183583b1_1280-300x173.jpg\" alt=\"\" width=\"368\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Supermarkt_shopping-g0183583b1_1280-300x173.jpg 300w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Supermarkt_shopping-g0183583b1_1280-1024x589.jpg 1024w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Supermarkt_shopping-g0183583b1_1280-768x442.jpg 768w, https:\/\/www.artfood.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Supermarkt_shopping-g0183583b1_1280.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 368px) 100vw, 368px\" \/><\/p>\n<p><strong>Und nun?<br \/>\n<\/strong>Es geht also darum, \u00fcber das eigene Einkaufsverhalten nachzudenken, sich der eigenen Verantwortung bewusst zu sein \u2013 aber auch der Macht und der ethischen Aspekte, die mit jeder einzelnen Entscheidung, etwas zu kaufen oder eben nicht, verbunden sind.<\/p>\n<p>Der bewusste t\u00e4gliche Einkauf von Lebensmitteln ist somit Teil eines guten Lebens. Dazu z\u00e4hlt beispielsweise auch, \u201ef\u00fcr ein Liter Motor\u00f6l f\u00fcr ihr Auto\u201c nicht mehr auszugeben \u201eals f\u00fcr das Salat\u00f6l, das sie sich selbst einverleiben.\u201c<\/p>\n<p>Und bevor zu viele Bedenken auftauchen: \u201eEs ist gar nicht notwendig, sich in jeder Situation und unter allen Umst\u00e4nden von guten Lebensmitteln zu ern\u00e4hren, um das eigene Essen und die restliche Welt zu verbessern.\u201c Man soll sich bei den eigenen Abw\u00e4gungen von keinem \u201emoralischen Rigorismus\u201c einsch\u00fcchtern lassen.<\/p>\n<p>Es geht schlicht und einfach um die \u201eTatsache, dass wir tagt\u00e4glich zu dieser Verbesserung beitragen <em>k\u00f6nnen<\/em> \u2013 beispielsweise in dem wir im Supermarkt Gutes tun. So h\u00e4ufig und so gut es geht.\u201c<\/p>\n<p>Lemke Kapitel 2 Teil 1 Ende \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #eb684b;\">ArtFood: Essen mit Kunst.<\/span><\/p>\n<p>PS:\u00a0Den ersten Teil findet ihr hier: <a href=\"https:\/\/www.artfood.at\/index.php\/2022\/07\/19\/ueber-das-essen-philosophische-erkundungen-i\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00dcber das Essen. Philosophische Erkundungen I<\/a>. Teil III <a href=\"https:\/\/www.artfood.at\/index.php\/2023\/10\/03\/ueber-das-essen-philosophische-erkundungen-iii-wurst-wahrheit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Infos &amp; Quellen<br \/>\n<\/strong>*Harald Lemke: \u00dcber das Essen. Philosophische Erkundungen; Wilhelm Fink Verlag M\u00fcnchen; 2014.<\/p>\n<p>Bilder:<br \/>\n<span style=\"font-size: revert; color: initial;\">*Raffael: Schule von Athen, 1510\/1511. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Schule_von_Athen#\/media\/Datei:La_scuola_di_Atene.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikipedia<\/a>.<br \/>\n<\/span>*Marktfoto: Alice Schmatzberger.<br \/>\n*Sokrates: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/illustrations\/sokrates-geschichte-griechenland-7738773\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fszalai<\/a>, Pixabay.<br \/>\n*Karotte: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/karotte-wachstum-gem\u00fcse-1565597\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">klimkin<\/a>, Pixabay.<br \/>\n*Platter: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/teller-lebensmittel-vorspeisen-2009590\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\uc9c0\uc6d0<\/a> , Pixabay.<br \/>\n*Treibh\u00e4user: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/gew\u00e4chshaus-treibhaus-g\u00e4rtnerei-64394\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hans<\/a>, Pixabay.<br \/>\n*Markthalle: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/markthalle-budapest-ungarn-4422896\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rene Staempfli<\/a>, Pixabay.<br \/>\n*Supermarkt: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/einkaufen-gesch\u00e4ft-einzelhandel-1165437\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alexa<\/a>, Pixabay.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ich hier bei ArtFood immer betone: welche vielf\u00e4ltige Bedeutung Lebensmittel, essen und Mahlzeiten abseits der aktuellen Diskussion um Gesundheit, Lifestyle und Selbstoptimierung haben. 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